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ASUS ROG Raikiri II Xbox Wireless im Test

Sinnvoller Nachfolger?
tenipfVon tenipf26. Januar 2026Updated:27. Januar 2026Keine Kommentare7 Mins Read
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Mit dem ROG Raikiri II Xbox Wireless schickt ASUS einen ambitionierten Pro-Controller ins Rennen, der sich klar an kompetitive Spieler richtet. Xbox-zertifiziert, mit Tri-Mode-Konnektivität, 1000-Hz-Polling-Rate am PC, TMR-Anti-Drift-Joysticks und Dual-Mode-Triggern will der Raikiri II sowohl klassische Konsolenspieler als auch PC- und ROG-Ally-Nutzer abholen. In diesem Review schauen wir uns an, ob der Controller im Alltag überzeugen kann und wie er sich gegenüber etablierten Pro-Controllern schlägt.

  • Verpackung, Inhalt, Daten
    • Verpackung
    • Inhalt
    • Daten
  • Details
    • Oberseite
    • Grip & Ergonomie
    • I/O & Konnektivität
    • Unterseite & Zusatztasten
  • Praxis
    • Software & Anpassung
    • Gefühl & Handhabung
    • Verbindungsproblem mit dem USB-Dongle (Lösung)
  • Fazit

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Die Verpackung präsentiert sich nahezu im typischen ROG-Design: schwarz, jedoch hier grün statt rot, klar strukturiert und hochwertig verarbeitet. Auf der Vorderseite steht der Controller groß im Fokus, während die Rückseite alle wichtigen Features wie Tri-Mode-Konnektivität, 1000-Hz-Polling-Rate und die Anti-Drift-Joysticks übersichtlich zusammenfasst. Innen sorgt eine stabile Kartonführung und eine Transporttasche dafür, dass der Controller und Zubehör sicher fixiert sind – ein klarer Pluspunkt beim Versand eines Premium-Produkts.

Inhalt

Der Lieferumfang fällt erfreulich umfangreich aus:

  • ROG Raikiri II Xbox Wireless Controller
  • USB-A auf USB-C Kabel (2,5 m)
  • USB Wireless-Dongle
  • Transporttasche
  • Ladestandfuß inkl. Standfüße
  • Zwei austauschbare Joystick-Caps
  • Quick-Start-Guide und Garantieunterlagen

Gerade der kombinierte Transport, wo der Ladestandfuß eingesetzt werden kann, hebt den Raikiri II von vielen Konkurrenten ab.

Daten

Technische Daten – ASUS ROG Raikiri II Xbox Wireless
KompatibilitätXbox Series X | S, PC (Windows 11 oder höher, ROG Ally
VerbindungUSB-C, 2,4 GHz RF, Bluetooth
Polling Rate1000 Hz (PC), 250 Hz (Xbox)
JoysticksTMR Anti-Drift
TriggerDual-Mode (TMR analog / Micro-Switch)
Zusatztasten4 Rear Buttons, Command Center, Library
Audio3,5-mm-Klinke
Akkubis zu 50 Std. (ohne RGB, Audio, Vibration)
RGBLogo und Grips, Aura Sync kompatibel
Gewichtca. 345 g
Abmessungen105 x 155 x 65 mm (L x B x H)
Preis199,90 €

Details

Oberseite

Von der grundsätzlichen Silhouette her orientiert sich der ASUS ROG Raikiri II Xbox Wireless klar am klassischen Xbox-Controller, interpretiert diese Form jedoch moderner und mit einem spürbaren Fokus auf Balance und Gewichtsverteilung. Im direkten Handling wirkt der Controller besser ausbalanciert als viele Standard-Xbox-Controller: Das Gewicht ist gleichmäßiger im Gehäuse verteilt und zieht weniger nach vorne, was insbesondere bei längeren Sessions zu einer entspannteren Handhaltung beiträgt. Dadurch liegt der Controller stabiler in den Händen und kippt subjektiv weniger in Richtung der Trigger.

Das Design ist deutlich als ROG-Produkt erkennbar, bleibt dabei jedoch aufgeräumt und weniger verspielt. RGB kommt dezent zum Einsatz und beschränkt sich auf das Logo sowie die Grip-Bereiche, die sich bei Bedarf über Aura Sync anpassen lassen.

Auf der linken Seite befinden sich das runde 8-Wege-D-Pad, der linke Thumbstick sowie der View-Button. Die rechte Seite beherbergt die ABXY-Tasten, den rechten Thumbstick und den Menü-Button. Sämtliche Tasten setzen auf Micro-Switch-Technik und bieten ein sehr klares, direktes Klick-Feedback. In der Mitte sitzt der Xbox-Button, flankiert von Command-Center- und Library-Taste, die insbesondere in Verbindung mit dem ROG Ally ihre volle Funktionalität entfalten.

Grip & Ergonomie

ASUS hat die Ergonomie im Vergleich zum Pro-Modell spürbar überarbeitet. Die Griffflächen sind länger, stärker gerundet und mit einer strukturierten TPE-Oberfläche versehen, die auch bei längeren Gaming-Sessions für sicheren Halt sorgt. Die Thumbsticks verfügen über Anti-Friction-Ringe sowie austauschbare Kappen, wodurch sich Höhe und Grip an unterschiedliche Spielstile anpassen lassen.

Die Bumper sind verlängert und leicht abgerundet, sodass die Zeigefinger automatisch in einer angenehmen Position landen. Insgesamt liegt der Controller sehr ausgewogen in der Hand und vermittelt auch bei intensiver Nutzung ein hohes Maß an Kontrolle.

Wie bei vielen Controllern mit strukturierter Oberfläche bleibt ein gewisser Pflegeaufwand dennoch nicht aus. Hautpartikel können sich zwar im Grip festsetzen, lassen sich jedoch schnell und unkompliziert mit einem leicht feuchten Tuch wieder entfernen. Im Vergleich zu stark gummierten Griffen ist dies hier weniger schlimm, da das Material nicht klebrig wirkt und Verschmutzungen nicht dauerhaft haften bleiben.

I/O & Konnektivität

Auf der Ober- bzw. Vorderseite ist ein USB-C-Anschluss vorhanden, über den der Controller sowohl geladen als auch kabelgebunden benutzt werden kann. Zusätzlich ist eine 3,5-mm-Klinkenbuchse vorhanden, um Headsets direkt am Controller anzuschließen. Die Tri-Mode-Konnektivität erlaubt den Betrieb per USB, 2.4-GHz-Funk oder Bluetooth – je nach Plattform.

Unterseite & Zusatztasten

Auf der Rückseite befinden sich vier programmierbare Zusatztasten. Diese sind klar voneinander getrennt, gut erreichbar und erfordern einen bewussten Druck, wodurch versehentliche Eingaben selten auftreten. Die Tasten lassen sowohl über Gear Link als auch direkt am Controller belegen.

Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich die mechanischen Trigger-Stopps. Mit einer kurzen Fingerbewegung lassen sich die Trigger zwischen dem vollen Hub und dem kurzen, klickenden Hub umschalten.

Praxis

Software & Anpassung

ASUS setzt beim ROG Raikiri II Xbox Wireless primär auf Gear Link – eine webbasierte Softwarelösung, die ohne Installation direkt im Browser genutzt wird. Hier lassen sich Tastenbelegungen, Profile, Vibrationsstärke sowie Trigger- und Stick-Kalibrierungen vornehmen. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, bis zu vier Profile anzulegen und diese schnell zu wechseln.

Für RGB-Anpassungen kommt optional Armoury Crate zum Einsatz, sofern der Controller in ein bestehendes Aura-Sync-Setup integriert werden soll. Die Trennung der Software wirkt sinnvoll, da Gear Link schlank, schnell und auf das Wesentliche fokussiert bleibt.

Gefühl & Handhabung

Im praktischen Einsatz überzeugt der ROG Raikiri II vor allem durch seine Präzision. Die TMR-Thumbsticks arbeiten gleichmäßig, kehren zuverlässig in die Neutralposition zurück und zeigen auch bei schnellen Richtungswechseln keine Ungenauigkeiten. Gerade in Shootern fällt die saubere Umsetzung kleinster Bewegungen positiv auf.

Die Micro-Switch-Tasten liefern ein sehr direktes, klickiges Feedback mit kurzer Auslösezeit. Im Vergleich zu klassischen Gummimembran-Tasten fühlen sich Eingaben unmittelbarer an, was insbesondere bei kompetitiven Titeln von Vorteil ist. Jedoch ist dies schließlich Geschmackssache und jeder empfindet es individuell. Das D-Pad eignet sich sowohl für präzise Richtungswechsel als auch für diagonale Eingaben.
Ein echtes Highlight sind die Dual-Mode-Trigger. Im Micro-Switch-Modus agieren sie nahezu verzögerungsfrei und erinnern eher an zusätzliche Maustasten – ideal für FPS-Games. Im Analog-Modus hingegen ermöglichen sie fein dosierbare Eingaben, etwa beim Beschleunigen oder Bremsen in Rennspielen. Hier ist für jeden was dabei.

Die Akkulaufzeit lässt sich im Rahmen eines Reviews nur bedingt unter reproduzierbaren Bedingungen messen, erweist sich im Alltag jedoch als sehr gut. Bei mehreren längeren Gaming-Sessions ohne dauerhaft aktiviertes RGB und mit moderater Vibrationsstärke sind problemlos mehrere Tage Nutzung möglich. Wird die RGB-Beleuchtung intensiv genutzt, verkürzt sich die Laufzeit – wie bei Controllern dieser Klasse üblich – spürbar.

Positiv hervorzuheben ist das integrierte Energiemanagement: Der Controller wechselt nach einer gewissen Zeit ohne Eingabe automatisch in einen Stand-by-Modus, wodurch unnötiger Akkuverbrauch vermieden wird, falls man das Ausschalten einmal vergisst. Das mitgelieferte Ladecase samt Stand rundet das Gesamtpaket sinnvoll ab und erleichtert sowohl das Laden als auch den sicheren Transport.

Verbindungsproblem mit dem USB-Dongle (Lösung)

Im Test kam es dazu, dass der ASUS ROG Raikiri II trotz eingestecktem USB-Empfänger keine Verbindung mehr herstellen konnte. Der Controller signalisierte dies durch ein pink blinkendes ROG-Logo, während er im Normalfall bei erfolgreicher Kopplung dauerhaft blau leuchtet.
Die Ursache lag nicht am Controller selbst, sondern an einem fehlerhaft geladenen Windows-Treiber für den USB-Empfänger. Abhilfe schaffte eine Neuinitialisierung des Dongles über den Geräte-Manager:

Der USB-Empfänger wurde im Geräte-Manager deinstalliert und anschließend erneut von Windows erkennen gelassen, wodurch die passenden Standard-Treiber neu installiert werden konnten. Dies kann automatisch durchgeführt oder manuell auch erzwungen werden. Direkt danach stellte der Controller wieder eine stabile Verbindung her. Dieser Schritt erweist sich als effektive Lösung, falls der Raikiri II den Dongle plötzlich nicht mehr findet – ein Problem, das insbesondere nach Windows-Updates oder Standby-Vorgängen auftreten kann. ASUS trifft hierbei keine Schuld.

Fazit

Der ASUS ROG Raikiri II Xbox Wireless ist ein kompromissloser Pro‑Controller mit klarer Gaming‑DNA. ASUS kombiniert moderne Technik wie TMR‑Joysticks, 1000 Hz Polling Rate und Dual‑Mode‑Trigger mit einem üppigen Lieferumfang und hochwertiger Verarbeitung. Besonders PC‑Spieler und ambitionierte Xbox‑Gamer bekommen hier ein sehr starkes Gesamtpaket – preislich mit 199,90 € im Premium‑Segment, technisch aber absolut gerechtfertigt.

Pro:
+ Niedrige Latenz (1000 Hz am PC)
+ TMR Anti-Drift-Joysticks
+ Dual-Mode-Trigger mit Micro-Switch
+ Umfangreicher Lieferumfang inkl. Case & Standfuß

Kontra:
– Relativ hohes Gewicht
– Premium-Preis

Software
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